
Aktuelles
Istanbul: Historischer Bahnhof Haydarpascha durch Großbrand schwer beschädigt (Kurzmeldung)
30. Nov 2010
Ein schwerer Brand hat nach Medienberichten am Samstag, den 27. November große Teile des historischen Bahnhofs Haydarpascha am asiatischen Bosporusufer von Istanbul zerstört. Der Bürgermeister des Stadtteils Kadikoy habe mitgeteilt, dass das Feuer im Dachstuhl ausgebrochen sei und sich dann auf das Gebäude ausgedehnt habe, das zur Zeit renoviert werde. Nach einem mehrstündigen Einsatz sei es am frühen Abend der Feuerwehr gelungen, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Über den Umfang des Schadens lägen noch keine Schätzungen vor. Der Istanbuler Bahnhof Haydarpascha, 1906 nach Plänen deutscher Architekten erbaut, war Ausgangspunkt der legendären Bagdad-Bahn, mit der im Zweiten Kaiserreich mit deutscher Hilfe das verbündete Osmanische Reich besser erschlossen werden sollte. Im Zusammenhang mit dem Bau eines Eisenbahntunnels unter dem Bosporus sollte, wie die Industriekultur in Heft 2/2008 berichtete, der nun überflüssige Bahnhof umgenutzt werden.
Berlin: Vom Ringen um Denkmale der Technik und der Industrie in der brandenburgischen Provinz – Vortrag von Matthias Baxmann im Deutschen Technikmuseum am 2. Dezember
30. Nov 2010
Der Arbeitskreis "Technikgeschichte" des VDI-Bezirksvereins Berlin-Brandenburg lädt für Donnerstag, den 2. Dezember 2010 zum Vortrag „Sanierung und Nachnutzungsparadigma versus Abriss – vom Ringen um Denkmale der Technik und der Industrie in der brandenburgischen Provinz“ ein. Referent ist Dr. Matthias Baxmann vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege, zugleich Sprecher der AG Industriedenkmalpflege in der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger...
Hamburg: Kräne werden neue Wahrzeichen für Hamburg-Harburg
29. Nov 2010
Kräne sind das weithin sichtbare Symbol eines Hafens. Der wirtschaftliche Strukturwandel hat in den vergangenen Jahren nur wenige Hafenunternehmen verschont. Mit den Betrieben verschwanden bisher meist auch die Kräne...

Köln: Dreiteilige WDR-Dokumentation begleitet den Strukturwandel im Ruhrgebiet (Kurzmeldung)
26. Nov 2010
Die Eckkneipe, das Büdchen, der Schrebergarten und der Stammplatz im Fußballstadion. Das Ruhrgebiet mit seinem besonderen Charme ist nur verständlich vor dem Hintergrund von Hochöfen und Fördertürmen. Heute stehen die meisten davon still. Industriedenkmäler sind scheinbar das Einzige, das an die Zeit der Schwerindustrie erinnert. Doch der Eindruck täuscht...
Hattingen: "Zeitreisen.Ruhr" im LWL-Industriemuseum Henrichshütte
25. Nov 2010
Zu einer Zeitreise durch die Geschichte der Henrichshütte in Hattingen lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am 26. November, ein. Im Rahmen des Projekts "Zeitreisen.Ruhr" wird nach eigenen Angaben ein digitales Modell vorgestellt, dass die Entwicklung des traditionsreichen Hüttenwerks an der Ruhr von ihrer Gründung bis zur Stilllegung und Umnutzung darstellt...

(Ausschnitt)
Rheinfelden: Abbruch des historischen Wasserkraftwerks hat begonnen
24. Nov 2010
Wie die „IG pro Steg“ mitteilt, ist trotz zahlreicher Bemühungen (wir berichteten) die Landesregierung von Baden-Württemberg nicht zu einem Moratorium bereit, mit dem der Abbruch des ersten Rheinkraftwerks von 1898 zunächst aufgehalten werden könnte. Erneut erschien auch im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ ein Bericht über den Fall (zur online-Version). Nachdem bereits ein „Runder Tisch“ an der mangelnden Gesprächsbereitschaft der Behörden und Umweltverbände gescheitert war, wurde ein Schlichtungsverfahren nach dem Vorbild von „Stuttgart 21“, zu dessen Moderation sich der frühere IBA EmscherPark-Leiter Karl Ganser bereit erklärte, von der Landesregierung bisher ebenfalls abgelehnt. Statt dessen wurde nach Angaben der Initiative mit Arbeiten im Innern des nicht unter Denkmalschutz stehenden Kraftwerks begonnen; inzwischen wurde auch der Verbindungssteg teilweise entfernt...

Bonn: Fotoausstellung „Mitch Epstein – State of the Union“ im Kunstmuseum Bonn
22. Nov 2010
Mitch Epstein, geboren 1952 in Holyoke/Massachusetts, zählt zu den herausragenden amerikanischen Fotografen, die in Deutschland vor allem durch ihre Buchpublikationen, weniger jedoch durch ihre Ausstellungen bekannt geworden sind. Dieses Ungleichgewicht wird nun nach Angaben der Veranstalter durch eine groß angelegte Ausstellung beseitigt, die die Entwicklung von Mitch Epsteins Werk anhand von zwei sehr unterschiedlichen fotografischen Serien veranschaulicht...
Mitch Epstein, Amos Coal Power Plant, 2004
Dortmund: Bild- und Tonausstellung „ Struktur und Architektur | Das postindustrielle Kulturerbe Oberschlesiens“ im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
21. Nov 2010
Seit dem Ende der 1980er Jahre ist die Montanregion im heutigen Polen tiefgreifenden Änderungen unterworfen. Mehr und mehr verschwindet die auch noch aus deutscher Zeit stammende Industriearchitektur oder wird in anderer Form weiter genutzt. Die Ästhetik der in dieser Ausstellung vorgestellten Industrieanlagen Oberschlesiens wird in den Bildern des Fotografen Thomas Voßbeck nach Angaben des Museums zum ersten Mal künstlerisch präsentiert. Der Fotograf setzt die imposanten Hallen und Maschinen durch Bildkomposition und Lichteinfall in eindrcklicher Weise in Szene. Ergänzt werden seine visuellen Impressionen durch die Klangkompositionen Richard Ortmanns, der die Industriegeräusche Oberschlesiens aufgezeichnet hat, bevor sie durch den Strukturwandel verschwinden werden ...

Kraftwerk Szombierki, Generatorenhalle
Solingen: Müngstener Brücke vorübergehend gesperrt (Kurzmeldung)
20. Nov 2010
Die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands bleibt nach Medienberichten wegen Sanierungsarbeiten vermutlich mindestens zwei Wochen lang gesperrt. An der 107 Meter hohen Müngstener Brücke würden 24 Bauteile ausgetauscht, habe die Deutsche Bahn am Freitag in Düsseldorf mitgeteilt. Zuletzt hatte das Eisenbahn-Bundesamt auf Überprüfung der Brücke gedrängt; nur jeweils ein Zug mit Tempo 10 konnte über die Brücke rollen (wir berichteten). Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember sollten die Arbeiten beendet sein und Bahnen wieder normal fahren können.
Duisburg: Immobilienskandal um Landesarchiv in umgenutzem Hafenspeicher (Kurzmeldung)
20. Nov 2010
Nach Medienberichten wurde das Land NRW beim Ankauf eines Hafenspeichers für das neu zu errichtende Landesarchiv durch Indiskretionen und einen dadurch stark angestiegenen Kaufpreis erheblich geschädigt; nun wurde der Leiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs des Landes sei deshalb Anfang November kurzfristig suspendiert worden. Schon zuvor habe die Verdoppelung der errechneten Baukosten von 80 auf 160 Mio Euro für das von den Wiener Architekten Ortner & Ortner geplante Gebäude (wir berichteten) für Unmut gesorgt.


